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Was ist ein Geldtransfer?

Geld transferieren in der ganzen WeltGeldtransfer ist das Überweisen von Geld ins Ausland. Wieviel der Geldtransfer kostet, hängt davon ab, wohin das Geld überwiesen wird. Überweisungen in der EU sind wesentlich günstiger als in das übrige Ausland.

Ein Geldtransfer kann über eine klassische Banküberweisung, einen spezialisierten Online-Anbieter oder einen Bargeldtransfer-Dienst erfolgen. Welche Möglichkeit am besten geeignet ist, hängt vom Zielland, der gewünschten Währung, der Überweisungsdauer und den Gesamtkosten ab.

Vergleiche deshalb nicht nur die ausgewiesene Überweisungsgebühr. Entscheidend ist, wie viel Geld nach Abzug aller Gebühren und nach der Währungsumrechnung tatsächlich beim Empfänger ankommt. Ein Anbieter mit niedriger Grundgebühr kann durch einen ungünstigen Wechselkurs trotzdem teurer sein.

Geldtransfer mit einer SEPA-Überweisung

Für Überweisungen in Euro innerhalb des SEPA-Raumes wird heute die SEPA-Überweisung verwendet. Sie ermöglicht es, Eurobeträge innerhalb Österreichs und in andere teilnehmende Länder nach weitgehend einheitlichen Regeln zu überweisen.

Für eine SEPA-Überweisung benötigst du normalerweise folgende Angaben:

  • vollständiger Name des Empfängers
  • IBAN des Empfängerkontos
  • Überweisungsbetrag in Euro
  • gegebenenfalls einen Verwendungszweck oder eine Referenznummer

Für Eurozahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes ist neben der IBAN in der Regel keine zusätzliche BIC-Angabe mehr erforderlich. Die früher verwendete Bezeichnung „EU-Standardüberweisung“ wurde durch das SEPA-Verfahren abgelöst.

Bei grenzüberschreitenden Euroüberweisungen innerhalb der EU darf die Bank grundsätzlich nicht mehr verlangen als für eine vergleichbare inländische Überweisung. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jede Überweisung kostenlos ist. Maßgeblich sind die Konditionen des jeweiligen Kontos.

Welche Länder gehören zum SEPA-Raum?

Zum SEPA-Raum gehören alle Staaten der Europäischen Union sowie weitere europäische Länder und Gebiete. Dazu zählen beispielsweise Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Nicht jedes SEPA-Land ist gleichzeitig Mitglied der EU oder verwendet den Euro als Landeswährung.

Vor der Überweisung solltest du daher prüfen:

  • Nimmt das Empfängerland am SEPA-Verfahren teil?
  • Wird der Betrag in Euro überwiesen?
  • Führt die Empfängerbank das Konto in Euro oder in einer Fremdwährung?
  • Fallen Kosten für eine Währungsumrechnung an?

Geltransfer in ein EU-Land, aber nicht in Euro

Bei diesem Geldtransfer ist der Euro für die Empfängerbank eine Fremdwährung. Hier darf die Bank für die grenzüberschreitende Überweisung nicht mehr verlangen als für eine Euro-Überweisung in ihrem Land. Naturgemäß ist diese Gebühr aber sicherlich höher als für eine Überweisung in deren Währung.

Geldtransfer in ein nicht EU-Land

Geldüberweisungen in Länder, die nicht zur EU gehören, sind teuer, weil hier hohe Gebühren anfallen. Bevor du eine Überweisung tätigst, solltest du dich genau erkundigen, welche Kosten anfallen könnten. Kläre mit deinem Geschäftspartner, welche Spesenvariante Ihr wählt, denn davon hängt ab, wer welche Kosten trägt. Für die Aufteilung der Gebühren gibt es drei unterschiedliche Modelle.

Spesenvarianteinländische Gebühren zu Lasten ausländische Gebühren zu Lasten
spesenfrei für Begünstigten = OUR (our Cost)AuftraggeberAuftraggeber
spesenfrei für Auftraggeber = BEN (beneficiary pays costs)BegünstigterBegünstigter
Spesenteilung = SHARE (share costs)AuftraggeberBegünstigter

 

In dem lukrativen Markt bietet nur Banken sondern auch andere Finanzdienstleister diese Dienstleistungen an. So haben sich



 


auf den Geldtransfer spezialisiert. Aber auch hier heißt es: achtgeben und vergleichen.

Die große Anzahl von Anbietern macht die Übersicht immer schwieriger.

Tipps für einen sicheren und günstigen Geldtransfer

  • Hole dir vor jedem Geldtransfer mehrere Angebote von Banken und anderen Finanzdienstleistern ein und vergleiche die Kosten.
  • Lass dich von deinem Bankberater informieren, welche Möglichkeiten des Geldtransfers es gibt.
  • Kläre mit deinem Partner, wer welche Gebühren trägt.
  • Online Überweisungen sind oftmals günstiger als Überweisungen in Filialen.
  • Achte darauf, welches Formular du ausfüllst. Oft kann die Wahl des falschen Formulars teuer werden. Fülle alle geforderten Felder vollständig und richtig aus.
  • Bei jedem Geltransfer solltest du Belege und Quittungen aufbewahren. Im Falle des Falles können sie dir als Beweismittel dienen.

Häufige Fragen zum Geldtransfer

Was ist der Unterschied zwischen einem Geldtransfer und einer Überweisung?

Eine Banküberweisung ist eine Form des Geldtransfers. Der Begriff Geldtransfer umfasst darüber hinaus auch Übertragungen über Zahlungsdienstleister, digitale Wallets und Bargeldtransfer-Dienste.

Was ist der Unterschied zwischen SEPA und SWIFT?

SEPA wird vor allem für Euroüberweisungen innerhalb des SEPA-Raumes verwendet. SWIFT wird häufig für internationale Überweisungen in andere Währungen oder Länder außerhalb des SEPA-Raumes genutzt.

Eine SEPA-Überweisung ist normalerweise schneller, einfacher und kostengünstiger als eine internationale SWIFT-Überweisung.

Wie lange dauert eine SEPA-Überweisung?

Eine elektronische SEPA-Überweisung wird grundsätzlich spätestens am nächsten Bankgeschäftstag abgewickelt.

Wochenenden, Feiertage und der Annahmeschluss der Bank können beeinflussen, wann die Bearbeitung beginnt.

Wie lange dauert eine Echtzeitüberweisung?

Eine SEPA-Echtzeitüberweisung wird grundsätzlich innerhalb von zehn Sekunden ausgeführt und steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung?

Eine internationale Überweisung außerhalb des SEPA-Verfahrens dauert häufig mehrere Bankgeschäftstage.

Die genaue Dauer hängt von der Währung, dem Zielland, den beteiligten Banken und möglichen Prüfungen ab.

Welche Angaben brauche ich für eine Auslandsüberweisung?

Je nach Überweisungsart können folgende Angaben erforderlich sein:

  • vollständiger Name des Empfängers
  • Anschrift des Empfängers
  • IBAN oder Kontonummer
  • BIC beziehungsweise SWIFT-Code
  • Name und Anschrift der Empfängerbank
  • Überweisungsbetrag
  • Zahlungswährung
  • Verwendungszweck
  • nationale Clearing- oder Bankcodes

Kann ich Geld ohne Bankkonto ins Ausland schicken?

Ja. Einige Zahlungsdienstleister ermöglichen eine Bargeldauszahlung an einer lokalen Auszahlungsstelle.

Der Empfänger benötigt normalerweise einen gültigen Identitätsnachweis und die entsprechende Transaktionsnummer.

Welche Geldtransfer-Methode ist am günstigsten?

Das hängt vom Zielland, der Währung, dem Überweisungsbetrag und der Auszahlungsart ab.

Vergleiche immer:

  • Überweisungsgebühr
  • Wechselkurs
  • Fremdgebühren
  • Empfängerbetrag
  • Überweisungsdauer

Für Euroüberweisungen innerhalb des SEPA-Raumes ist eine normale Banküberweisung häufig eine günstige Möglichkeit.

Wer bezahlt die Gebühren einer Auslandsüberweisung?

Bei internationalen Überweisungen wird die Kostenverteilung häufig über OUR, BEN oder SHA geregelt.

Bei OUR übernimmt der Auftraggeber die Gebühren. Bei BEN trägt sie der Empfänger. Bei SHA werden die Gebühren zwischen beiden Seiten aufgeteilt.

Ist eine kostenlose Auslandsüberweisung wirklich kostenlos?

Nicht unbedingt. Auch wenn keine sichtbare Überweisungsgebühr verlangt wird, kann der Anbieter am Wechselkurs verdienen.

Entscheidend ist daher, welcher Betrag in der Empfängerwährung tatsächlich ankommt.

Muss ich für eine SEPA-Überweisung einen BIC angeben?

Für Eurozahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes ist neben der IBAN grundsätzlich keine zusätzliche BIC-Angabe mehr erforderlich.

Für andere internationale Überweisungen kann der BIC beziehungsweise SWIFT-Code weiterhin benötigt werden.